Die vier Grundelemente

Mit der Annahme von vier Grundstoffen die das Sein prägen, steht er im Kontrast zu Parmenides. Durch die Akzeptanz der Vielheit schafft er die Voraussetzungen für Bewegung, Entstehen und Vergehen. Die Grundstoffe sind seiner Ansicht nach teilbar und daraus ergibt sich eine Vielheit von Dingen. Diese Mischungen oder Teilungen entstehen durch Kräfte, die er Liebe und Streit nennt. „Denn sie waren vorher dabei und werden es auch künftig sein – nie, so bin ich überzeugt, wird die unermeßliche Ewigkeit dieser beiden leer sein.“(DK 31 B16) Das Mischungsverhältnis oder in welchem Verhältnis die vier Elementarteile zueinander stehen, bestimmen die Eigenschaften eines Dinges. Die Veränderung eines Dinges ist also als Änderung des Verhältnisses oder Mischung aufzufassen. Auch das Vergehen stellt eine Auflösung des vorherigen Mischungsverhältnisses da, die Elemente vergehen dabei nicht sondern bleiben erhalten, „so daß man von einer ersten Ahnung des Prinzips der Erhaltung der Masse sprechen kann.“ Die beiden kosmischen Grundkräfte Liebe und Streit befinden sich nicht im Gleichgewicht. „Einmal überwiegt die Liebe und alles wird eines oder einmal überwiegt der Streit und aus allem einem wird vieles getrennt.“ (DK 31 B 17)